Gründe Esperanto zu lernen
Es gibt viele Gründe, Esperanto zu lernen. Es ist einfach, ausdrucksstark, neutral, macht Spaß und kann Ihnen auf viele Weise weiterhelfen.
Einfach
Wer mag es, Unregelmäßigkeiten, unintuitive Redewendungen und unerträglich viel Grammatik zu lernen? All das sind notwendige Übel, wenn man eine natürliche Sprache lernt, aber in der idealen einfachen Sprache haben sie nichts zu suchen.
Ausdrucksstark
Wenn Sie Esperanto sprechen, können Sie sich genauso gut ausdrücken wie in Ihrer Muttersprache, und in manchen Fällen werden Sie feststellen, dass Esperanto es Ihnen erlaubt, etwas besser auszudrücken. Der Grund ist das 100% logische Wortbildungssystem, welches es Ihnen erlaubt, die Sprache nach Ihrem Wunsch zu formen. Das gleiche System ist auch dafür verantwortlich, dass Sie nur ein Zehntel der Vokabeln lernen müssen, verglichen mit einer natürlichen Sprache.
Neutral
Esperanto gehört keinem Land, keiner Religion, keiner Ideologie, abgesehen von der Überzeugung, dass alle Menschen in Frieden und Toleranz zusammenleben sollen. Auf der Ebene, die Zamenhof ursprünglich meinte, bedeutet dies, dass keine Sprache Dominanz ausüben kann, zum Beispiel werden Araber nie Hebräisch sprechen müssen und Indianersprachen werden nicht zugunsten von Englisch aufgegeben. Auf einer Ebene, die heutzutage noch relevanter ist, bedeutet dies, dass Sie sich nicht unwohl oder minderwertig fühlen müssen, wenn Sie mit Ausländern reden, zum Beispiel wenn Sie Englisch mit einem Amerikaner reden, denn mit Esperanto sind sie beide ebenbürtig; keiner hat den Vorteil, die Sprache von Geburt an perfekt zu beherrschen.
Macht Spaß
Es macht Spaß, Esperanto zu lernen (lesen Sie die Erfahrungsberichte), aber es macht auch Spaß, Esperanto zu benutzen. Zuhause können Sie es wahrscheinlich als Geheimsprache für sich und Ihre Freunde benutzen, anderswo wird Esperanto zur Sprache der Freundschaft. Esperanto-Sprecher weltweit sind durch ein echtes Gemeinschaftsgefühl verbunden. Andere Sprachen haben dies nicht, denn wenn man eine andere Sprache spricht, ist es nur (für die meisten Muttersprachler und viele Schüler der Sprache) eine Sache der Erziehung, nicht eine persönliche Wahl. Wenn man Esperanto lernt, ist es immer eine persönliche Wahl und so verbindet es diejenigen, die diese Wahl getroffen haben. Das bedeutet auch, dass die meisten Esperanto-Sprecher einige gemeinsame Interessen und Denkweisen haben, zum Beispiel Offenheit, unabhängiges Denken, großes Interesse an anderen Kulturen, Interesse an Sprachen...
Gut für die Reise
Wohin Sie auch gehen, wenn Sie Esperanto sprechen können Sie die örtlichen Esperanto-Sprecher nachschlagen, mit ihnen reden und sie treffen, vielleicht sogar kostenlos bei ihnen übernachten (-> Pasporta Servo), aber zumindest haben Sie dann Leute, die gerne ihre Kultur mit Ihnen teilen werden - und für Sie dolmetschen und sicherstellen, dass Sie keine Touristenpreise zahlen wenn Sie die Landessprache nicht sprechen. Wenn Sie in mehr als eine Sprachregion reisen wollen, ist Esperanto wertvoller als irgendeine andere Fremdsprache, insbesondere wenn diese Sprache so schwierig ist, dass Sie nach einem Jahr immer noch kaum etwas sagen können. Spanisch ist zwar sehr nützlich für Südamerika (außer Brasilien), aber in Japan bringt es Sie nicht weiter.
Gut für zuhause
Selbst wenn Sie nicht verreisen können, erlaubt Esperanto es Ihnen, fremde Kulturen und exotische Länder zu entdecken. Zum Beispiel könnten Sie durchreisende Esperanto-Sprecher bei sich zuhause beherbergen, oder Sie nehmen an Esperanto-Klubs und -Treffen teil, wo sich viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen treffen. Und wenn Sie nicht einmal Ihren Sessel verlassen wollen, können Sie Esperanto-Musik und Literatur genießen. Menschen aus aller Welt schreiben originale Literatur auf Esperanto. Wenn sie sie nicht selbst schreiben, übersetzen sie berühmte Autoren ihres Landes, deren Bücher oft nicht auf Deutsch oder Englisch erscheinen. Auf diesem Weg können Sie großartige Literatur aus der ganzen Welt genießen.
Hilft beim Erlernen anderer Sprachen
Aufgrund vieler unabhängiger Studien ist es erwiesen, dass Esperanto beim Erlernen anderer Sprachen mindestens eine genauso gute Basis ist wie Latein, und dabei wesentlich einfacher zu lernen. Esperanto hilft Ihnen auf folgende Weise:
- Sie werden viele Wörter wiedererkennen, wenn Sie romanische oder germanische Sprachen lernen
- Ihr Grammatikverständnis wird sich verbessern; es würde sogar ausgesprochen Sinn machen, dass Leute, die noch keine Fremdsprache gelernt haben, als erstes eine Sprache lernen, in der die Grammatik wenige Regeln umfasst und keine Ausnahmen kennt, denn dann ist Grammatik nicht so verwirrend und viel einfacher zu verstehen. Danach würden sie es einfacher finden, eine Sprache mit einem ähnlichem Regelsystem zu lernen, bei der die Regeln komplexer sind und mehr Ausnahmen und Sonderfälle haben.
- Sie werden besser verstehen, wie Logik arbeitet und wie Sprachen funktionieren; das Affixsystem erweitert Ihren Horizont. Esperanto zwingt Sie manchmal, das Wesen der Dinge zu erkennen (wenn Sie z. B. das Wort für "Brille" nicht kennen, dürfen Sie sie 'vidilo' = Seh-Gerät nennen), und sich der Möglichkeit neuer Wörter zu öffnen.
Das Ideal!
Aus all diesen Gründen wäre Esperanto wirklich die ideale Weltsprache. Dies wurde auch von der UNESCO zwei Mal bestätigt. Es gibt keinen Grund, aus dem die UN und die EU Milliarden Steuergelder auf Übersetzungen verschwenden sollten; es gibt keinen Grund, Leute weltweit dazu zu zwingen, viel Zeit und Aufwand auf Englisch- oder Französischunterricht zu verwenden, wenn sie sich nicht für diese Sprachen interessieren. Aufgrund von kleinlicher Politik und harten wirtschaftlichen Interessen akzeptieren viele Nationen jedoch nicht das, was eindeutig die beste Lösung der Sprachprobleme ist. Deshalb muss die Veränderung von der Basis, von den einfachen Menschen kommen, und wenn Sie zu dieser Veränderung beitragen, können Sie sich gut fühlen.
Weiterführende Literatur
Wenn Sie mehr Gründe für das Erlernen von Esperanto erfahren wollen, kann ich die folgenden Artikel empfehlen: Why does an American use Esperanto? von Joel Brozovsky sowie Esperanto - eine Chance für Europa von Ulrich Matthias.





